Erntedank in St. Andreas: Dankbarkeit, neue Ministranten und gemeinsames Essen für eine gute Sache
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, feierten wir um 10.30 Uhr den Erntedankgottesdienst in der Kirche St. Andreas in Orschel-Hagen. Der Gottesdienst wurde von den Ministranten mit vorbereitet. Insgesamt nahmen 20 Ministrantinnen und Ministranten am Gottesdienst teil.
Ein besonderer Teil war die Aufnahme von drei neuen Ministranten in den Dienst. Außerdem wurden junge Gemeindemitglieder, die schon lange als Ministranten mitwirken, mit Urkunden ausgezeichnet. Darunter waren solche, die seit fünf, sieben oder mehr als zehn Jahren dabei sind. Der Koordinator des Ministrantendienstes, Simon Baumgardt, wurde mit einem Geschenk geehrt.
Die musikalische Gestaltung war stärker auf junge Menschen ausgerichtet. Es kamen besondere Liederbücher zum Einsatz, nicht das übliche Gotteslob. Das Chörle Pliezhausen wirkte musikalisch mit.
Teil der Predigt war ein Bibeltheater, das die Ministranten vorbereitet hatten. Das Evangelium stammte aus Markus 4,26–29 und handelte von der selbstwachsenden Saat.
Die jungen Mitwirkenden zeigten so auf anschauliche Weise, worum es im Erntedank geht: nicht alles für selbstverständlich zu halten, sondern den Wert hinter den Dingen zu sehen.
In der Predigt ging es um den Wert hinter den Dingen. Erntedank ist kein altmodisches Traditionsfest, sondern eine moderne Herausforderung. Es fragt uns, ob wir noch in der Lage sind, den Wert hinter den Dingen zu sehen.
Wir sind es gewohnt, Konsumenten zu sein und Dinge nach ihrem Preis oder ihrer Schnelligkeit zu bewerten. Die wichtigsten Dinge im Leben lassen sich jedoch nicht per Express-Versand bestellen. Vertrauen braucht Zeit zum Wachsen – genau wie das Korn auf dem Feld. Freundschaften überstehen Stürme – genau wie die Halme im Sommergewitter. Wertschätzung entsteht erst dann, wenn wir aufhören zu hetzen und anfangen hinzusehen.
Das Erntedankfest lud dazu ein, das Smartphone für einen Moment wegzulegen und die „Alles-ist-immer-verfügbar“-Brille abzusetzen. Wenn wir auf den Altar schauen, sehen wir nicht nur Essen und Waren. Wir sehen die Hände der Landwirtinnen und Landwirte, die früh morgens aufstehen. Wir sehen das Wetter, das wir nicht steuern können. Wir sehen die Erde, die uns trägt, ohne dass wir sie bezahlt hätten. Erntedank heißt, vom Konsumieren ins Staunen zurückzukehren und zu sagen: Danke für das, was schon da ist.
Die Fürbitten wurden von Kindern vorbereitet. Sie baten unter anderem für die Schönheit der Natur, für die Gaben der Ernte, für Familien und Freunde sowie für die Motivation in der Schule.
Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde herzlich ins neue Gemeindehaus St. Andreas zu einem vietnamesischen Essen ein. Es gab knuspriges Hähnchen aus der Keule mit Reis und gedämpftem Gemüse, dazu eine Hühnerbouillon. Wer kein Fleisch isst, bekam statt der Keule mehr Gemüse. Erlös und Spenden kommen einer 23-jährigen Frau aus unserer Gemeinde zugute.
Herzlichen Dank an alle, die mitgefeiert,
mitgesungen, mitgebetet
und gespendet haben.



















