Trauer und Hoffnung: Totengedenken auf dem Friedhof Römerschanze

Trauer und Hoffnung: Totengedenken auf dem Friedhof Römerschanze

Trotz des kühlen und feuchten Novemberwetters versammelten sich am Sonntag, 1. November 2026, knapp 50 katholische Christinnen und Christen um 15 Uhr zur Allerseelenandacht auf dem Friedhof Römerschanze. Da die Aussegnungshalle nicht genutzt werden konnte, fand die Feier unter freiem Himmel beim Pavillon neben dem Turm statt.

Gemeinsam mit Pfarrer Dietmar Hermann gedachten sie ihrer Verstorbenen und beteten für alle, die um einen geliebten Menschen trauern.

„Kein Menschenleben ist bei Gott vergessen“ – diese Zuversicht prägte die Andacht. Das Gebet galt den verstorbenen Angehörigen und Freunden, aber ebenso jenen Menschen, an die sonst niemand mehr denkt. Auch schwierige Beziehungen, Schuld und Unversöhntes hatten darin ihren Platz: Vor Gott darf das ganze Leben gebracht werden, mit allem, was gelungen ist, und allem, was unvollendet blieb.

Ein besonderer Moment ereignete sich beim gemeinsamen Singen des Vaterunsers: Die Sonne zeigte sich. Mitten an diesem grauen Novembernachmittag wurde das Licht zu einem anschaulichen Bild für die Hoffnung, von der die Gebete und Texte der Feier sprachen.

Nach dem Hauptteil der Andacht schloss sich eine kurze Prozession über den Friedhof an.

Dabei sangen alle gemeinsam den vertrauten Gesang „Mache dich auf und werde licht“.

Anschließend segnete Pfarrer Dietmar Hermann den gesamten Friedhof und die Gräber mit Weihwasser. Es erinnert an die Taufe und an die Hoffnung, dass die Gemeinschaft mit Christus über den Tod hinaus Bestand hat.