Am 6. Oktober 2026 fand im Gemeindehaus St. Andreas das jährliche Treffen der liturgischen Dienste unserer Seelsorgeeinheit statt. Zwölf ehrenamtlich Engagierte kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, organisatorische und liturgische Fragen zu besprechen und gemeinsam über die Bedeutung ihres Dienstes nachzudenken.
Einmal im Jahr bietet dieses Treffen die Gelegenheit, all jene Menschen zusammenzubringen, die sich mit ihren Fähigkeiten, ihrer Zeit und ihrem persönlichen Engagement in den Dienst der Liturgie stellen. Dazu gehören
- Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer,
- Lektorinnen und Lektoren,
- Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern
- sowie Ehrenamtliche, die sich in der Kranken- und Hauskommunion engagieren.
Ihre Dienste sind ein unverzichtbarer Bestandteil des kirchlichen Lebens in unserer Seelsorgeeinheit. An allen vier Orten – St. Andreas, St. Franziskus, St. Gebhard und im Gemeindehaus Walddorfhäslach – tragen sie dazu bei, dass Gottesdienste lebendig und würdig gefeiert werden können. Mit ihren unterschiedlichen Begabungen bereichern sie das liturgische Leben unserer Gemeinden.
Andere wiederum bringen den Segen der Kirche, das Gebet und die heilige Kommunion zu Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Alter nicht mehr selbst am Gemeindeleben teilnehmen können. Gerade in Zeiten, in denen weniger Priester zur Verfügung stehen, gewinnt dieses Engagement zunehmend an Bedeutung.
Das Treffen begann mit einer Begrüßung und einem geistlichen Impuls von Pfarrer Dietmar Hermann. Anschließend standen zunächst organisatorische Fragen im Mittelpunkt. Besprochen wurden unter anderem die Planung der Lektorendienste sowie Schwierigkeiten im Umgang mit der dafür vorgesehenen App. Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über verschiedene praktische und kirchenrechtliche Fragen aus, beispielsweise über die Kommunion unter beiderlei Gestalt sowie über Mund- und Handkommunion.
Brunhilde und Thomas Leyener berichten zum Thema der Begleitung kranker und sterbender Menschen. Weil es die Erfahrung gab, dass in der katholischen Tradition neben der Krankensalbung ein passender Ritus für die Sterbesituation fehlt, wurde vor vielen Jahren ein Sterbesegen entwickelt und später auch vom Bischof in Kraft gesetzt.
Ihre Schilderungen machten deutlich, wie viel ein solcher Ritus, das gemeinsame Gebet und das aufmerksame Zuhören den Sterbenden und ihren Angehörigen bedeuten kann. Der Sterbesegen würdigt das Leben des sterbenden Menschen und thematisiert den Übergang vom irdischen Leben in die göttliche Herrlichkeit.
Im Anschluss stellte Pfarrer Dietmar Hermann verschiedene Arbeitshilfen und liturgische Publikationen unserer Diözese vor, die Ehrenamtliche bei der Gestaltung der Krankenkommunion und des Sterbesegens unterstützen und ihnen Sicherheit für ihren Dienst geben können.
Den Abschluss des Treffens bildete ein kurzer Beitrag von Aleksei Volchkov, Referent für Engagemententwicklung. Er berichtete von den Herausforderungen, aber auch von den schönen Erfahrungen und Begegnungen, die seine Tätigkeit in unserer Seelsorgeeinheit prägen.
Der Abend machte einmal mehr deutlich, wie vielfältig und wertvoll das ehrenamtliche Engagement in unseren Gemeinden ist. Liturgie lebt nicht allein von ihrer äußeren Gestaltung, sondern auch von den Menschen, die sie mit ihrem Glauben, ihren Talenten und ihrer Zeit mittragen.
Das Pastoralteam bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden und bei allen Ehrenamtlichen, die sich das ganze Jahr über in den liturgischen Diensten engagieren!
Vielleicht haben auch Sie Interesse, sich in einem der liturgischen Dienste einzubringen?
Wir freuen uns über neue Engagierte!
Sprechen Sie gerne Pfarrer Dietmar Hermann an.
Text, Fotos: Aleksei Volchkov




