Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, kamen im Franziskussaal in Pliezhausen insgesamt 20 Interessierte zusammen, darunter Mitglieder des Pastoralteams.
Unter der Leitung von Aleksei Volchkov, Referent für Engagemententwicklung, fand der dritte Workshop unter dem Titel „Von meiner Idee zu unserem Projekt. Stakeholderanalyse als Werkzeug der Engagemententwicklung“ statt.
Der Abend knüpfte an die Treffen im April in Mittelstadt und im Juli in Pliezhausen an.

Nach einem Rückblick auf die laufenden Projekte stand diesmal die Frage im Mittelpunkt, wie aus einer persönlichen Idee ein gemeinsames Vorhaben werden kann.
Den Auftakt bildete ein geistlicher Impuls: Niemand muss mit seinem ehrenamtlichen Engagement allein die Kirche retten. Im Vertrauen auf Christus dürfen Menschen ihre Gaben einbringen und das Gemeindeleben mitgestalten – ohne Angst und Druck, dafür mit Freude an der gemeinsamen Aufgabe.
Anschließend stellte Aleksei Volchkov die Stakeholder-Analyse vor.
Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich ein praktisches Werkzeug: Es hilft, diejenigen Menschen, Gruppen und Einrichtungen in den Blick zu nehmen, die von einem Projekt betroffen sind, sich dafür interessieren oder seinen Verlauf beeinflussen können. Dabei zählen auch die Perspektiven derjenigen, die Bedenken haben oder bislang noch gar nicht angesprochen wurden.
Die leitende Frage lautete: „Wie kann aus meiner Idee unser gemeinsames Projekt werden?“ Dazu gehört, die Wünsche und Fähigkeiten anderer Menschen kennenzulernen und ihnen Raum für eigene Ideen und Mitgestaltung zu geben.
In Tischgruppen wurde dieser Ansatz anhand von Projektideen aus Mittelstadt erprobt. Dazu gehörten etwa
- ein Kinonachmittag für Kinder,
- offene Begegnungen bei Kaffee und Kuchen,
- Stehtisch-Kaffee nach dem Gottesdienst,
- sowie die Nutzung der Kegelbahn.

Die Teilnehmenden überlegten, welche Personen und Gruppen für die jeweiligen Vorhaben wichtig sind, welche Interessen sie mitbringen und wie sie einbezogen werden können.
Mithilfe einer einfachen Matrix wurden ihr Einfluss und ihre Haltung zum Projekt betrachtet. Daraus ließen sich mögliche nächste Schritte ableiten: persönliche Gespräche führen, Bedenken klären, Unterstützung gewinnen und Verantwortung gemeinsam tragen.
Mittelstadt bildete dabei den Ausgangspunkt; die Überlegungen lassen sich ebenso auf Projekte in den anderen Orten unserer Seelsorgeeinheit übertragen.
Als nächste Schritte sind die Digitalisierung der Arbeitsergebnisse und weitere Gespräche in Mittelstadt vorgesehen.
Herzlichen Dank an alle, die ihre Zeit,
Erfahrungen
und Ideen eingebracht haben!
Text, Fotos: Aleksei Volchkov








